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Results/ Ergebnisse
Um den Herausforderungen schnell wachsender Märkte und sich verändernder Technologien zu entsprechen, ist es für Unternehmen essenziell, sich schnell und flexibel auf externe oder interne Störungen einstellen zu können. „It is not the strongest of the species that survive, nor the most intelligent, but the one most responsive to change!” Dieses bekannte Zitat von Clarence Darrow, einem berühmten amerikanischen Anwalt, gilt somit heute auch zunehmend für die Lebensfähigkeit von Unternehmen. Es ist folglich eine wichtige Aufgabe des Qualitätsmanagements, Werkzeuge zu entwickeln, um diese in die Organisationen induzierten Oszillationen der Produkt-, Prozess- und Systemqualität auszugleichen. In diesem Forschungsprojekt sollten daher die Prinzipien der Regelungstechnik und Kybernetik auf das Problemfeld kleiner und mittlerer produzierender Unternehmen (KMU) übertragen werden, um durch Qualitätsregelkreise agile Strukturen zu schaffen.
Im ersten Teil des Projekts fand die Analyse des heuristischen Bezugsrahmens sowie der Anforderungen der Unternehmen statt. Die allgemeine Struktur von Qualitätsregelkreisen leitet sich dabei aus dem regelungstechnischen Standard DIN 19226 ab. Auf Basis der Begriffsdefinitionen und einiger erster Vorarbeiten wurden die ausschlaggebenden Aspekte der Regelungstechnik in dem Forschungsprojekt zunächst identifiziert und schließlich vor dem Hintergrund der Anforderungen von KMU an Qualitätsregelkreise bewertet.
Im konzeptionellen Teil erfolgte schließlich die Übertragung der Strukturen technischer Regelkreise – dem Sensor, Regler und Aktor – auf die Architektur unternehmerischer Geschäftsprozesse. Der Sensor hat die Aufgabe, den parametrisierten Prozess eines Unternehmens auf seine Zielkonformität hin zu analysieren und zu bewerten. Bei signifikanten Abweichungen oberhalb eines zu definierenden Schwellwerts löst der Sensor schließlich einen Korrekturprozess aus. Der Regler wählt in Abhängigkeit von der Kritizität der erkannten Abweichungen Sofortmaßnahmen sowie nachhaltige Maßnahmen aus, die der Qualitäts-Aktor schließlich im Prozess implementiert. Dieses Grobmodell wurde in mehreren Schritten verfeinert und durch die Kombination mit einer Bewertungssystematik zu einem Prozessreferenzmodell mit eigenem Bewertungsmodul weiterentwickelt.
Die entwickelte Systematik wurde schließlich im Rahmen des Projekts in eine Software-Anwendung, den (QC)² Loop Editor, implementiert. Diese können Unternehmen nutzen um gezielt Bewertungen ihrer Qualitätsregelkreise durchzuführen. Dabei können Qualitätsregelkreise zudem über ein eigens entwickeltes Webportal heruntergeladen werden. Auch eigene Qualitätsregelkreise können nach dem Selbst-Assessment anderen Unternehmen zwecks Benchmarks über die Website angeboten werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich die kostenlose Registrierung der Unternehmen in der (QC)² Community.
Das IGF-Vorhaben 31EN der Forschungsvereinigung Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. (FQS), August-Schanz-Straße 21A, 60433 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rah-men des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Das Konsortium bedankt sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit!

Der Abschlussbericht kann über die Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. (FQS) bezogen werden.